Eine Investition, die sich lohnt

Natürlich ist jede energetische Sanierung mit grossen Investitionen verbunden. Und vielleicht scheinen Ihnen die jährlichen Einsparungen dank der Sanierung auf den ersten Blick gering. Betrachten Sie die Rechnung jedoch langfristig, werden Sie sehen, dass es sich lohnt. Und zwar nicht nur aufgrund sinkender Nebenkosten – auch andere Faktoren tragen dazu bei. Vergessen Sie nicht Folgendes zu berücksichtigen:

  • Lebenszyklen der Bauteile: Viele der Kosten fallen früher oder später sowieso an. Beachten Sie die jeweilige Lebensdauer der Bauteile und ziehen Sie die Erkenntnisse in die Planung mit ein.
  • Gebäudewert: Nur wer sein Gebäude regelmässig unterhält und erneuert, wird den Liegenschaftswert langfristig erhalten oder gar steigern (bspw. durch eine Wohnraumerweiterung).
  • Steuererleichterung: Ein grosser Teil der Sanierungskosten lässt sich vom steuerbaren Einkommen abziehen.
  • Fördergelder: Aus den CO2-Abgaben auf Brennstoffen stehen im Rahmen des Gebäudeprogramms des Bundes jährlich 450 Millionen Franken bereit, um den Immobilienbesitzern eine finanzielle Unterstützung bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilie zu geben.
  • Gesetze und Abgaben: Fossile Energieträger werden sich durch steigende Abgaben und Lenkungssteuern in den nächsten Jahren signifikant verteuern. Ebenfalls werden sich gesetzliche Grundlagen ändern.
  • Wohlbefinden: Eine energetische Sanierung steigert das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden durch ein gesundes und angenehmes Wohnklima.
  • Gemeinwohl: Eine energetische Sanierung gibt einem das angenehme Gefühl nicht nur sich selber etwas Gutes zu tun, sondern damit auch noch das Klima zu schützen.

Finanzierung

Für eine solide und günstige Finanzierung ist die Planung entscheidend. Dank einer genauen Bestandsaufnahme und der Wahl der richtigen Sanierungsmassnahmen, kann das Projekt effizient geplant und die Kosten minimiert werden. Sie finden dazu mehr Informationen hier.

Grössere Sanierungen, die einmalig vorgenommen werden, sind tendenziell günstiger als einzelne kleinere Massnahmen über Jahre verteilt. Natürlich muss für ein umfangreicheres Projekt auch die entsprechend hohe Investitionssumme bereitstehen. Wer die Liquidität nicht bereits angespart hat, sollte über eine Hypothekarerhöhung nachdenken. Die Chance ist gross, dass diese gewährt wird, denn der Wert der Liegenschaft erhöht sich nach erfolgter Sanierung – was der Bank wiederum eine bessere Absicherung ihres Kredits gewährt. Wichtig ist, mit Ihrer Bank die Finanzierung frühzeitig zu besprechen. Denn die Laufzeiten, Zinsen und Tragbarkeit sowie die Etappierung können die Kosten der Sanierung massgeblich beeinflussen.

Fördergelder

Es ist ratsam, sich durch den Dschungel der Fördergelder zu kämpfen: Bund, Kantone, Stiftungen, Firme oder lokale Energieversorger unterstützen energetische Massnahmen zum Teil mit beträchtlichen Beiträgen.

Die Fördergelder müssen immer vor Beginn der Umsetzung einer Sanierungsmassnahme beantragt werden!

Das Gebäudeprogramm

Ob Dämmung der Gebäudehülle, Heizungsersatz, Gesamtsanierung oder energieeffizienter Neubau: Das Gebäudeprogramm des Bundes unterstützt Sie finanziell bei baulichen Massnahmen, die dazu dienen, Ihre Liegenschaft zu modernisieren und dabei den Energieverbrauch zu senken.

Kantonale Unterschiede

Die Kantone legen individuell fest, welche Massnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern. Die Basis dafür bildet das Harmonisierte Fördermodell der Kantone (HFM 2015). Der GEAK Plus (Gebäudeausweis der Kantone) hilft Ihnen bei der vorausschauenden Planung Ihres Bauprojektes und ist teilweise auch Bedingung für den Erhalt von Förderbeiträgen.

Informieren Sie sich früh genug: Unter www.energiefranken.ch können Sie Ihre Postleitzahl eingeben und erhalten auf einen Blick sämtliche verfügbaren Förderprogramme.

Steueroptimierung

Grundsätzlich können Hausbesitzer nur Aufwendungen, die den Zustand der Liegenschaft erhalten, vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen. Darunter fallen energetische Sanierungen eigentlich nicht, da sie ja oft zu einem grossen Teil wertvermehrend sind. Um ökologisches Handeln zu fördern, dürfen die Aufwendungen für solche Massnahmen deshalb trotzdem abgezogen werden – und zwar vollumfänglich.

Übersteigen die abzugsfähigen Aufwendungen Ihr steuerbares Einkommen, sollten Sie die Kosten für die energetisch Sanierung auf mehrere Steuerperioden verteilen. Dank der neuen Liegenschaftenkostenverordnung darf man seit 2020 Kosten für grössere energetische Sanierungen auf bis zu drei aufeinanderfolgende Steuerperioden verteilen.